Kurfürstentum Mainz

Die Mainzer Kurfürsten gehörten zu den ranghöchsten Persönlichkeiten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sie waren weltliche Regenten des Kurfürstentums Mainz und verfügten als Erzbischöfe über eine ausgedehnte Kirchenprovinz, deren Gebiet zeitweise von den Bistümern Brandenburg im Norden, über Prag im Osten bis nach Konstanz im Süden reichte. In der Goldenen Bulle von 1356 hatte Kaiser Karl IV. festgelegt, dass der Mainzer Kurfürst zur Königswahl einlud, diese leitete und als letzter seine vielleicht entscheidende Stimme bei der Wahl abgab. In kirchlicher Hinsicht war der Mainzer Kurfürst auch der Vertreter des Papstes in den deutschen Gebieten. In weltlicher Hinsicht war er als Erzkanzler der Vertreter des Kaisers. Diese ungeheure Machtfülle endete erst im frühen 19. Jahrhundert durch die Politik und den Untergang Napoleons.

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