Otto Hahn (1879-1968)

Otto Emil Hahn (* 8. März 1879 in Frankfurt am Main; † 28. Juli 1968 in Göttingen) war ein Pionier der Radiochemie. Für die Entdeckung der Kernspaltung des Urans wurde ihm 1945 der Nobelpreis für Chemie des Jahres 1944 verliehen.
Seit 1928 war Hahn Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie in Berlin. In der Zeit des Nationalsozialismus gehörte Hahn nach Einsteins Urteil zu den „Wenigen, die aufrecht geblieben sind und ihr Bestes taten während dieser bösen Jahre“. Seit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 gehörte er zu den schärfsten Kritikern der nuklearen Aufrüstung der Großmächte. Otto Hahn wurde nach dem Zweiten Weltkrieg einer der einflussreichsten Vorkämpfer für internationale Entspannungspolitik, der für seinen aktiven Pazifismus ab 1957 mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde.

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